Historia y Arquitectura de Catedral de Sevilla y Giralda
Auf der geschichtsträchtigen Plaza del Triunfo in Sevilla stockt dem Betrachter der Atem beim Anblick der gewaltigen Kathedrale Santa María de la Sede und des eleganten Giralda-Turms vor dem andalusischen Himmel. Sie stehen vor der größten gotischen Kathedrale der Welt und dem drittgrößten Kirchenbau der Christenheit nach dem Petersdom in Rom und St. Pauls in London. Wenn Sie das Mittelschiff betreten, weicht das lebhafte Treiben der andalusischen Gassen einer erhabenen Ruhe unter steinernen Kreuzrippengewölben, die in über vierzig Metern Höhe schweben und von goldenen Sonnenstrahlen durchflutet werden.
Die Ursprünge dieses sakralen Monuments reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück, als der Almohaden-Kalif Abu Yaqub Yusuf 1172 an dieser Stelle die Hauptmoschee von Sevilla errichten ließ. Nach der christlichen Rückeroberung durch König Ferdinand III. im Jahr 1248 wurde das Gotteshaus geweiht. 1401 fasste das Domkapitel den legendären Entschluss, eine Kathedrale von solcher Monumentalität zu errichten, dass nachfolgende Generationen die Bauherren für verrückt erklären würden. Während der Gebetssaal für den gotischen Neubau weichen musste, blieben zwei islamische Meisterwerke erhalten: der Orangenhof mit seinem historischen Brunnenbecken und das mächtige Minarett.
Dieses Minarett ist die weltberühmte Giralda, ein Juwel maurischer Ziegelbaukunst mit filigranen Sebka-Rautenmustern und Hufeisenbögen. Im 16. Jahrhundert krönte der Renaissance-Baumeister Hernán Ruiz den Turm mit einem Glockengeschoss und dem Giraldillo – einer vier Meter hohen Bronzefigur als Wetterfahne, die den Sieg des christlichen Glaubens verkörpert. Der Aufstieg zur über neunzig Meter hohen Plattform erfolgt nicht über Stufen, sondern über fünfunddreißig sanft ansteigende Rampen, die einst so breit gebaut wurden, dass der Muezzin auf einem Pferd hinaufreiten konnte, um die Gläubigen zum Gebet zu rufen.
Im Inneren des Gotteshauses zieht der monumentale Hauptaltar alle Blicke auf sich. Über fast ein Jahrhundert hinweg von Meistern um Pierre Dancart geschnitzt und vergoldet, gilt er mit seinen über zweihundert biblischen Figuren als größter geschnitzter Altar der christlichen Kunstgeschichte. Wenige Schritte entfernt erhebt sich das prunkvolle Grabmal von Christoph Kolumbus, das von vier Bronzefiguren getragen wird, welche die historischen spanischen Königreiche Kastilien, León, Aragón und Navarra symbolisieren – ein Denkmal, dessen Echtheit durch moderne DNA-Analysen untermauert wurde.
In den Schatzkammern und der Hauptsakristei glänzen unschätzbare Gemälde von Murillo, Zurbarán und Goya sowie die monumentale silberne Prozessionsmonstranz von Juan de Arfe. Seit 1987 als UNESCO-Weltkulturerbe zusammen mit dem Real Alcázar und dem Indienarchiv geschützt, bildet die Kathedrale von Sevilla eine unvergessliche Symbiose aus islamischer Baukunst, gotischer Schöpfungskraft und spanischer Renaissance.
In der Königlichen Kapelle ruhen die Gebeine von König Ferdinand III. dem Heiligen und Alfons X. dem Weisen neben der gotischen Schutzpatronin Virgen de los Reyes. Das monumentale Chorgestühl aus edlen Hölzern, im 15. und 16. Jahrhundert mit filigranen Maßwerkschnitzereien und Darstellungen der Eroberung Granadas verziert, bildet ein klangliches Meisterwerk, in dem Chorgesänge seit über fünfhundert Jahren die Kathedrale erfüllen.
Um Ihren Besuch optimal zu gestalten und die architektonische Faszination dieses Meisterwerks in aller Ruhe auf sich wirken zu lassen, empfiehlt sich ein Besuch in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag. Zu diesen Tageszeiten modelliert das weiche Sonnenlicht die feinen Steinmetzarbeiten besonders eindrucksvoll, während die Besucherströme merklich ruhiger fließen. Ein gemütlicher Spaziergang durch die historischen Gassen des umliegenden Viertels rundet diesen unvergesslichen Kulturausflug harmonisch ab.
Um Ihr Erlebnis abzurunden und Warteschlangen zu vermeiden, verpassen Sie nicht die empfohlenen Tickets, Führungen und Unterkünfte, die wir direkt unten in diesem Kulturführer für Sie ausgewählt haben.
🎙️ Transcripción Oficial de la Audioguía
Auf der geschichtsträchtigen Plaza del Triunfo in Sevilla stockt dem Betrachter der Atem beim Anblick der gewaltigen Kathedrale Santa María de la Sede und des eleganten Giralda-Turms vor dem andalusischen Himmel. Sie stehen vor der größten gotischen Kathedrale der Welt und dem drittgrößten Kirchenbau der Christenheit nach dem Petersdom in Rom und St. Pauls in London. Wenn Sie das Mittelschiff betreten, weicht das lebhafte Treiben der andalusischen Gassen einer erhabenen Ruhe unter steinernen Kreuzrippengewölben, die in über vierzig Metern Höhe schweben und von goldenen Sonnenstrahlen durchflutet werden.
Die Ursprünge dieses sakralen Monuments reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück, als der Almohaden-Kalif Abu Yaqub Yusuf 1172 an dieser Stelle die Hauptmoschee von Sevilla errichten ließ. Nach der christlichen Rückeroberung durch König Ferdinand III. im Jahr 1248 wurde das Gotteshaus geweiht. 1401 fasste das Domkapitel den legendären Entschluss, eine Kathedrale von solcher Monumentalität zu errichten, dass nachfolgende Generationen die Bauherren für verrückt erklären würden. Während der Gebetssaal für den gotischen Neubau weichen musste, blieben zwei islamische Meisterwerke erhalten: der Orangenhof mit seinem historischen Brunnenbecken und das mächtige Minarett.
Dieses Minarett ist die weltberühmte Giralda, ein Juwel maurischer Ziegelbaukunst mit filigranen Sebka-Rautenmustern und Hufeisenbögen. Im 16. Jahrhundert krönte der Renaissance-Baumeister Hernán Ruiz den Turm mit einem Glockengeschoss und dem Giraldillo – einer vier Meter hohen Bronzefigur als Wetterfahne, die den Sieg des christlichen Glaubens verkörpert. Der Aufstieg zur über neunzig Meter hohen Plattform erfolgt nicht über Stufen, sondern über fünfunddreißig sanft ansteigende Rampen, die einst so breit gebaut wurden, dass der Muezzin auf einem Pferd hinaufreiten konnte, um die Gläubigen zum Gebet zu rufen.
Im Inneren des Gotteshauses zieht der monumentale Hauptaltar alle Blicke auf sich. Über fast ein Jahrhundert hinweg von Meistern um Pierre Dancart geschnitzt und vergoldet, gilt er mit seinen über zweihundert biblischen Figuren als größter geschnitzter Altar der christlichen Kunstgeschichte. Wenige Schritte entfernt erhebt sich das prunkvolle Grabmal von Christoph Kolumbus, das von vier Bronzefiguren getragen wird, welche die historischen spanischen Königreiche Kastilien, León, Aragón und Navarra symbolisieren – ein Denkmal, dessen Echtheit durch moderne DNA-Analysen untermauert wurde.
In den Schatzkammern und der Hauptsakristei glänzen unschätzbare Gemälde von Murillo, Zurbarán und Goya sowie die monumentale silberne Prozessionsmonstranz von Juan de Arfe. Seit 1987 als UNESCO-Weltkulturerbe zusammen mit dem Real Alcázar und dem Indienarchiv geschützt, bildet die Kathedrale von Sevilla eine unvergessliche Symbiose aus islamischer Baukunst, gotischer Schöpfungskraft und spanischer Renaissance.
In der Königlichen Kapelle ruhen die Gebeine von König Ferdinand III. dem Heiligen und Alfons X. dem Weisen neben der gotischen Schutzpatronin Virgen de los Reyes. Das monumentale Chorgestühl aus edlen Hölzern, im 15. und 16. Jahrhundert mit filigranen Maßwerkschnitzereien und Darstellungen der Eroberung Granadas verziert, bildet ein klangliches Meisterwerk, in dem Chorgesänge seit über fünfhundert Jahren die Kathedrale erfüllen.
Um Ihren Besuch optimal zu gestalten und die architektonische Faszination dieses Meisterwerks in aller Ruhe auf sich wirken zu lassen, empfiehlt sich ein Besuch in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag. Zu diesen Tageszeiten modelliert das weiche Sonnenlicht die feinen Steinmetzarbeiten besonders eindrucksvoll, während die Besucherströme merklich ruhiger fließen. Ein gemütlicher Spaziergang durch die historischen Gassen des umliegenden Viertels rundet diesen unvergesslichen Kulturausflug harmonisch ab.
Um Ihr Erlebnis abzurunden und Warteschlangen zu vermeiden, verpassen Sie nicht die empfohlenen Tickets, Führungen und Unterkünfte, die wir direkt unten in diesem Kulturführer für Sie ausgewählt haben.